Zweiter Kommentar zum veganen Leben der Eltern

Nesativ Allgemein

Vegan leben ist manchmal schwerer, als man denkt. Meine Mutter versucht
größtenteils, sich vegan zu ernähren und trotzdem überwältigt sie manchmal die
Fleischlust. Dann ist es aber sehr wichtig, woher das Fleisch kommt.
Manchmal gibt es immer mal wieder komische neue Rezepte und ich muss leider
sagen, dass mir die meisten nicht sehr gut schmecken. Ich find es aber gut von
meiner Mutter, dass sie es mir freistellt, was ich essen möchte, denn noch will ich auf
Fleisch nicht verzichten. Wenn es bald noch besseren Fleischersatz gibt, werde ich
meine Ernährung vielleicht auch umstellen. Doch im Moment esse ich einfach noch
zu gerne Fleisch.
Was für mich aber überhaupt kein Problem ist, ist auf Kuhmilch zu verzichten. In
unserem Haushalt gibt es schon lange keine Kuhmilch mehr, sondern pflanzliche
„Milch“ aus Hafer oder Mandel. Wenn man bedenkt, dass der Mensch das einzige
„Säugetier“ ist, dass die Milch eines anderen Säugetiers trinkt, gibt einem das schon
zu denken.
Für alle Skeptiker sind hier zwei Rezepte, die auch mir geschmeckt haben. Die
Rezepte sind immer für 4 Personen.
Vegane Bolognese-Sauce
80 g Grünkern, geschroteter
500 ml Gemüsebrühe
1 Karotte(n)
1 Staudensellerie
1 Zwiebel(n)
800 g gehackte Tomaten
2 EL Tomatenmark
etwas Rotwein bei Bedarf
2 EL Basilikum, gehackt
Salz & Pfeffer
etwas Olivenöl
Den Grünkernschrot in einem Topf so lange anrösten, bis er ein wenig dunkler wird.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und kurz aufkochen lassen. DenTopf von der Plattenehmen und den Grünkernschrot ca. 20 Minuten quellen lassen.
In der Zwischenzeit das Gemüse waschen, putzen bzw. schälen und in möglichst
kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und ebenfalls fein würfeln.
In einer beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und das Gemüse darin
anrösten. Den gequollenen Grünkernschrot zugeben und etwas anbraten. Mit den
gehackten Tomaten ablöschen und evtl. etwas Rotwein hinzugeben. Ca. 30 Minuten
auf kleiner Stufe köcheln lassen. Dann das gehackte Basilikum sowie das
Tomatenmark unterrühren. Zum Schluss die Soße mit Salz und Pfeffer
abschmecken.
Hinweis: Die Menge der Soße reicht für 500 g Spaghetti.
Tapiokapudding
120 g Tapiokaperlen
1 Dose Kokosmilch, cremig
1 Prise(n) Salz
350 ml Wasser
2 EL Zucker
Das Kokoswasser aus der Dose in einen Messbecher geben und mit ca. 350 ml
Wasser auf 500 ml auffüllen. Nun die Flüssigkeit in einen Topf geben und aufkochen
lassen. Nun die Tapiokaperlen und eine Prise Salz dazugeben. Unter Rühren so
lange kochen lassen, bis die Kügelchen durchsichtig werden und gar sind (falls die
Masse zu fest wird, die Kokosmasse aus der Dose dazugeben – wie beim
Milchreiskochen aufpassen, dass nichts anbrennt). Nun den Zucker dazugeben und
abschmecken. Die Masse in eine Schüssel umfüllen und auskühlen lassen. Wer
mag, kann vor dem Auskühlen noch 2-3 EL Kakaopulver hinzufügen.
Jetzt kann das Tapiokadessert in Schälchen gefüllt werden und mit z.B. mit pürierter
Mango garniert werden.